Wir teilen unser Wissen und unsere Passion gerne mit dir. Laufend publizieren wir hier bewegte Tipps & Tricks, die für dich hilfreich sein könnten.
Tipps & Tricks
Tipp – Motorradjacken – Schutz mit Stil und Funktion
Motorradjacken sind mehr als modische Statements. Sie schützen dich vor Wind, Wetter – und im Ernstfall auch vor ernsthaften Verletzungen. Damit sie das zuverlässig tun, sollten sie nicht nur gut aussehen, sondern vor allem gut passen und funktional sein.
Darauf kommt es beim Kauf an:
Passform: Die Jacke sollte eng anliegen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Wichtig: Sie darf sich beim Fahren nicht hochschieben – auch nicht in Kombination mit deinem Helm und Handschuhen.
Sitz der Protektoren: Schulter, Ellenbogen und Rücken müssen gut geschützt sein – die Protektoren dürfen beim Tragen nicht verrutschen.
Material: Textil oder Leder? Leder bietet besten Abriebschutz, Textil punktet mit Atmungsaktivität, geringem Gewicht und oft besserem Wetterschutz.
Lüftung & Innenfutter: Achte auf Belüftungsreißverschlüsse für warme Tage und ein herausnehmbares Thermofutter für kühlere Touren.
Sichtbarkeit: Reflektoren oder auffällige Farben sind im Straßenverkehr ein Plus an Sicherheit.
Die verschiedenen Jackentypen:
Lederjacken
Robust, abriebfest und bei sportlichen Fahrern beliebt. Sie sitzen körpernah und sind besonders bei hoher Geschwindigkeit eine gute Wahl. Allerdings weniger wetterfest.
Textiljacken
Flexibel, leicht und meist mit Belüftung und Wetterschutz ausgestattet. Ideal für Tourenfahrer und Pendler. Viele Modelle sind wasserdicht oder mit Membran ausgestattet.
Tourenjacken
Die Alleskönner unter den Jacken – mit vielen Taschen, Belüftungssystemen, herausnehmbaren Innenfuttern und meist 3-in-1-Konstruktion für jede Wetterlage.
Sommerjacken & Air-Mesh-Jacken
Leicht, atmungsaktiv und ideal für heiße Tage – aber meist nur für Stadt- und Kurzstrecken gedacht.
Pflege deiner Motorradjacke
Textiljacken: Schonend bei niedrigen Temperaturen im Schonwaschgang (je nach Hersteller) oder per Handwäsche. Reißverschlüsse und Klettverschlüsse vorher schließen.
Lederjacken: Regelmäßig mit Lederpflege behandeln, nicht in der Sonne trocknen lassen, und nie in der Waschmaschine waschen. Imprägnierung gegen Feuchtigkeit nicht vergessen.
Protektoren: Herausnehmen vor der Wäsche, regelmäßig auf Schäden prüfen.
Wann sollte eine Motorradjacke ersetzt werden?
Nach einem Sturz: Sichtbare oder versteckte Beschädigungen können die Schutzwirkung massiv beeinträchtigen – besser ersetzen.
Bei Materialermüdung: Wenn das Gewebe spröde wird, Nähte aufgehen oder Reißverschlüsse nicht mehr halten, ist es Zeit für eine neue Jacke.
Veraltete Protektoren: Viele moderne Jacken bieten Platz für CE-Level 2-Protektoren. Falls deine Jacke das nicht unterstützt, lohnt sich ein Upgrade.
Deine Jacke soll dich schützen – auf jedem Kilometer. Achte auf Passform, Qualität und Pflege – dann bleibt sie ein treuer Begleiter.
Tipp – Leder oder Textil? – Motorradbekleidung im Vergleich
Die Frage nach der richtigen Motorradbekleidung beschäftigt viele Biker:innen – besonders vor der nächsten Saison oder bei einem Neukauf. Beide Materialien haben ihre Berechtigung und ihre ganz eigenen Stärken. Die Wahl hängt dabei stark vom Einsatzzweck, den eigenen Vorlieben und natürlich auch vom Stil ab.
Leder – der Klassiker für maximale Sicherheit
Motorradjacken und -hosen aus Leder haben sich über Jahrzehnte bewährt – und das aus gutem Grund. Hochwertiges Rinds- oder Känguruleder bietet exzellenten Abriebschutz bei einem Sturz. Vor allem im sportlichen Bereich oder bei Naked-Bike-Fans ist Leder die erste Wahl.
Vorteile von Leder:
Sehr hoher Abriebschutz – besonders bei sportlicher Fahrweise
Schmiegt sich mit der Zeit an den Körper an – ideal für enge Schnitte
Robust und langlebig bei richtiger Pflege
Cooler Look – klassisch, sportlich oder vintage
Nachteile:
Weniger atmungsaktiv – kann im Sommer heiß werden
In der Regel nicht wasserdicht
Pflegeintensiver als Textil
Textil – Allrounder für Komfort und Wetter
Moderne Textilbekleidung hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt. Dank Hightech-Materialien und durchdachten Membransystemen bietet sie heute einen hervorragenden Schutz – bei oft deutlich mehr Komfort, Bewegungsfreiheit und Wetterschutz.
Vorteile von Textil:
Meist wind- und wasserdicht dank Membranen (z. B. Gore-Tex)
Leichter, bequemer und oft mit Belüftungen ausgestattet
Besser geeignet für längere Touren und wechselnde Wetterlagen
Pflegeleichter und oft günstiger in der Anschaffung
Nachteile:
Etwas geringerer Abriebschutz im Vergleich zu Leder
Weniger figurbetont, je nach Schnitt
Nicht ganz so langlebig bei täglicher Belastung
Unser Fazit: Wer sportlich unterwegs ist oder viel auf der Rennstrecke fährt, ist mit Leder oft besser beraten. Für Tourenfahrer:innen, Pendler:innen oder ganzjährige Fahrer:innen bietet Textil mehr Flexibilität und Wetterschutz. Manche kombinieren auch beide Welten: etwa Leder mit Textileinsätzen für bessere Belüftung, oder eine Textiljacke für Touren und Leder für sonnige Kurvenabenteuer.
Tipp: Achte auf CE-zertifizierte Protektoren und eine gute Passform – egal ob Leder oder Textil. Und wer bei jedem Wetter unterwegs ist, sollte ohnehin nicht auf ein Regenkombi verzichten.
Tipp – Motorradhandschuhe – Schutz, Gefühl, Kontrolle
Ohne Handschuhe aufs Motorrad? Keine gute Idee. Deine Hände brauchen Schutz vor Stürzen, Witterung und Erschütterungen – und gleichzeitig ein gutes Griffgefühl für Kupplung, Gas und Bremse.
Die wichtigsten Kriterien:
Sicherheit: Protektoren an Knöcheln, Handballen und Außenkanten sind Pflicht. Doppellagen an Abriebstellen schützen zusätzlich.
Passform: Eng anliegend, ohne zu drücken – der Handschuh muss wie angegossen sitzen.
Material: Leder für maximalen Abriebschutz, Textil für Atmungsaktivität – viele Modelle kombinieren beides.
Wettertauglichkeit: Für Sommer, Übergang oder Winter – achte auf passende Fütterung, Belüftung oder wasserdichte Membranen.
Funktion: Touchscreen-Fähigkeit, Visierwischer, Stretch-Zonen – kleine Details, große Wirkung.
Tipp: Immer anprobieren – Fingerlänge und Weite unterscheiden sich je nach Hersteller spürbar.
Tipp – Motorradschuhe & Stiefel: Grip, Schutz und Komfort für jeden Ride
Deine Füsse tragen dich durchs Leben – beim Motorradfahren aber auch durch Kurven, Regen und manchmal brenzlige Situationen. Motorradschuhe und -stiefel sind deshalb mehr als bloss stylisches Zubehör: Sie sorgen für Halt, Schutz und Stabilität – auf und neben dem Bike.
Worauf es beim Kauf ankommt:
Schutzfunktion: Verstärkungen an Zehen, Ferse, Knöchel und Schaltzone sind Pflicht. Hochwertige Modelle bieten auch eine Torsionssicherung gegen das Verdrehen des Fusses.
Passform: Die Schuhe sollten eng, aber bequem sitzen – ohne Druckstellen. Achte auch auf eine feste Sohle mit gutem Grip.
Schaftlänge: Stiefel bieten mehr Schutz für Schienbein und Wade, Schuhe sind leichter und oft bequemer beim Gehen – ideal für Citybiker.
Material: Leder ist robust und abriebfest, Textilmaterialien punkten mit Atmungsaktivität und Wetterschutz. Viele Modelle kombinieren beides.
Wasserdichtigkeit: Membranen wie Gore-Tex halten trocken – wichtig bei Regenfahrten oder Touren.
Verschlusssystem: Reissverschluss, Klett, Schnalle oder BOA-Drehverschluss – wichtig ist ein sicherer Halt und einfaches An- und Ausziehen.
Schuh oder Stiefel?
Motorradschuhe
Kompakt, leicht und oft im Sneaker-Look – ideal für Kurzstrecken oder den urbanen Alltag. Perfekt für alle, die nach der Fahrt auch zu Fuss unterwegs sind.
Motorradstiefel
Mehr Schutz, mehr Halt, mehr Touring-Feeling. Sie bedecken das Schienbein und sind die erste Wahl für Vielfahrer, Pendler und sportliche Touren.
Pflege-Tipps:
Leder: Regelmässig imprägnieren und mit Lederpflege geschmeidig halten. Nicht direkt an der Heizung trocknen.
Textil: Mit Wasser und mildem Reinigungsmittel abwischen. Imprägnierung auffrischen nicht vergessen.
Sohlen & Verschlüsse: Auf Verschleiss prüfen – lose Nähte oder beschädigte Schnallen reduzieren den Schutz!
Wann solltest du deine Motorradschuhe ersetzen?
Nach einem Unfall oder Sturz
Bei sichtbarem Materialbruch oder Sohlenabrieb
Wenn die Schutzfunktion (Knöchel-/Zehenverstärkung) nachgelassen hat
Spätestens nach 5–6 Jahren, je nach Nutzung und Pflege
🏍️ Gute Motorradschuhe sind wie ein Helm für deine Füsse – unterschätz sie nicht. Sicherheit beginnt beim Boden!
Tipp – Motorradbrillen: Klare Sicht & sicherer Style
Nicht nur Jethelm-Fahrer/innen brauchen sie: Motorradbrillen sind ein wichtiges Ausrüstungsteil, wenn es um Sicherheit, Sicht und Fahrkomfort geht. Sie schützen deine Augen vor Fahrtwind, Insekten, Staub, Regen – und sorgen obendrein für klare Sicht bei jedem Licht.
Warum eine gute Motorradbrille so wichtig ist:
Augenschutz bei Fahrtwind: Schon ab 50 km/h tränen ungeschützte Augen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern gefährlich.
Sicher bei Sonne, Regen & Dunkelheit: Tönungen oder Wechselgläser passen sich an die Lichtverhältnisse an – ideal für wechselhafte Tage.
UV-Schutz & Antibeschlag-Beschichtung: Unverzichtbar bei längeren Touren oder starker Sonnenstrahlung.
Guter Sitz – auch bei Tempo: Weiche Polster, verstellbare Bänder und winddichte Abdichtungen sorgen für Tragekomfort und sicheren Halt.
Kompatibel mit dem Helm: Brillen müssen gut unter Jet-, Cross- oder Halbschalenhelme passen – ohne zu drücken oder zu verrutschen.
Besonders für Oldschool- oder Custom-Fans gehört die Brille zum Look – und funktional ist sie ohnehin. Für Brillenträger/innen gibt es Motorradbrillen mit Clip-In-Korrekturgläsern oder spezielle Over-The-Glass-Modelle (OTG).
Tipp: Getönte Gläser sind tagsüber angenehm, aber bei Tunnel- oder Nachtfahrten ungeeignet – hier sind Wechsel- oder photochrome Gläser die beste Wahl. Und: Immer auf kratzfeste, bruchsichere Gläser mit CE-Zertifikat achten!
Tipp – Dein Helm. Dein Schutz.
Ein Motorradhelm ist kein Zubehör – er ist lebenswichtig. Damit er dich im Ernstfall zuverlässig schützt, muss er perfekt sitzen. Denn: Jeder Hersteller und jedes Modell hat seine eigene Passform.
Worauf du beim Helmkauf achten solltest:
Größe messen: Den Kopfumfang an Stirn, über die Ohren und am Hinterkopf messen – das ergibt die Helmgröße in cm. Trotzdem: Anprobieren ist Pflicht.
Sitz prüfen: Der Helm muss fest, aber ohne Druck sitzen. Dreht sich beim Bewegen des Helms deine Kopfhaut mit, sitzt er richtig.
Innenfutter beachten: Es gibt leicht nach – also lieber etwas enger wählen.
Scheitelkontakt: Die Polsterung soll auch am Oberkopf anliegen.
Kinnriemen: Darf weder drücken noch am Kehlkopf liegen und der Helm darf sich nicht abziehen lassen – auch mit Kraft.
Test tragen: Zehn Minuten im Laden reichen, um Druckstellen zu erkennen.
Helmtypen im Überblick:
Integralhelm
Der Klassiker in Sachen Sicherheit. Perfekt für sportliches Fahren dank fester Bauweise, guter Aerodynamik und effektiver Geräuschdämmung. Achte auf Belüftung, beschlagfreies Visier (z. B. Pinlock) und angenehmen Sitz.
Jethelm
Offen, luftig, ideal für die Stadt. Achte auf festen Sitz an den Wangen – das Polster gibt mit der Zeit nach. Varianten mit integriertem Visier sind besonders brillenfreundlich.
Klapphelm
Praktisch und beliebt – vor allem bei Brillenträgern. Einfaches Auf- und Absetzen. Wichtig: Fester Sitz bei geschlossener Kinnpartie.
Modularhelm
Flexibel und tourentauglich. Die abnehmbare Kinnpartie erweitert das Sichtfeld ohne Sicherheitsverlust. Ideal für lange Strecken.
Visiere – Klarer Durchblick bei jedem Wetter
Visiere schützen nicht nur vor Wind und Insekten, sondern sorgen für freie Sicht. Sie sollten kratzfest, stabil und leicht zu bedienen sein. Besonders praktisch: Pinlock-Systeme gegen Beschlagen bei Kälte.
Helm- und Visierpflege
Innenpolster: Herausnehmen und per Hand oder bei 30 °C waschen.
Helmschale innen: Nicht vergessen – hier sammeln sich Bakterien. Mit einem milden Reiniger auswischen.
Visier: Verschmutzungen einweichen, nicht reiben. Verwende Visierreiniger oder lauwarmes Seifenwasser mit weichem Tuch.
Wann ist ein Helm zu ersetzen?
Nach jedem Sturz – ohne Ausnahme.
Spätestens nach 5 bis 7 Jahren – auch wenn er noch gut aussieht. Das Material ermüdet und verliert an Schutzwirkung.
Tipp – Nierengurte: kleines Teil, große Wirkung
Unterschätzt und oft vergessen – der Nierengurt ist ein echter Klassiker der Motorradausrüstung. Er schützt nicht nur die Nieren vor Zugluft und Auskühlung, sondern stabilisiert auch den unteren Rücken. Ideal für lange Touren, sportliche Fahrten oder alle, die es lieber warm als verspannt mögen.
Worauf achten?
Passform: Der Gurt sollte eng anliegen, aber nicht einengen. Elastische Einsätze sorgen für Komfort bei Bewegung.
Verschluss: Klett ist Standard – achte auf breite Klettflächen und robuste Verarbeitung.
Material: Atmungsaktive, winddichte Materialien bieten den besten Schutz.
Zusatzfeatures: Einige Modelle bieten Rückenstützelemente oder Protektoren – sinnvoll bei sportlichen Fahrern oder Tourern.
Wann ist ein Nierengurt sinnvoll?
Bei längeren Fahrten und niedrigen Temperaturen
Bei empfindlichem Rücken oder nach Verletzungen
Zur allgemeinen Stabilisierung der Körpermitte beim Fahren